Heute

… möchte ich sehr gern und mit mächtig Verspätung (manchmal kommt das Leben und Arbeit, viel Arbeit, dazwischen), Bernhard Rusch vorstellen.
Ihn nur einen Verleger zu nennen läge weit entfernt von all seinen Talenten und Möglichkeiten. Er ist ein Autor, zeichnet, dichtet, liest und singt. Vielen wird er auch unter dem Künstlernamen Elwood bekannt sein.
Wir haben uns, sehr modern, über Facebook kennengelernt. Ich erinnere mich, dass er einen Text von mir las und spontan ein Gedicht dazu schrieb. So isser, der Bernhard Rusch. Ihm fällt sofort etwas ein und er lässt andere teilhaben. Besser geht es nicht.
Ich denke es wird trotzdem spannend zu lesen sein, wie er sich selbst beschreibt. Hier ist er, Bühne frei!

Ich wollte schon immer den künstlerischen Ausdruck mit dem normalen Leben versöhnen.

Denn ich habe nie die Kluft zwischen „hoher“ Kunst und dem „normalen“ Volk verstanden. Insofern schwanke ich, wenn ich etwas produziere, zwischen stiller Selbstgenügsamkeit und – das vor allem, wenn etwas in Gemeinschaftsproduktion entsteht – dem Wunsch, es unmittelbar anderen zu präsentieren. Daher trieb es mich beispielsweise auf die Straße als Sänger eigener und fremder Lieder. Oder wir organisierten Ausstellungen von gerade erst vollendeten Kunstwerken. Oder trugen spontan verfasste Manifeste oder Simultangedichte vor.rush3

Da nun aber die unmittelbare Aktion immer nur einen begrenzten Kreis erreicht und auch nicht in jeder Situation verwirklicht werden kann, beschloss ich, für meine Freunde und mich eine Zeitschrift als Plattform herauszugeben. Sie hat den Titel „applaudissement“ (entsprechend der von Joachim Lischka und mir 1986 ins Leben gerufenen Künstlergruppe) und erscheint in dem eigens dafür gegründeten TTR-Verlag.

In dem erschien auch mein erster Gedichtband, herausgegeben und mit Zeichnungen versehen von Susanne Nawroth.

Zum Verlag und der Zeitschrift wurde ich von Gesine von Prittwitz („Steglitzmind“) und Marion Brasch (radioeins RBB) befragt. Außerdem hat Emmy Horstkamp („Munich Artists“) einen schönen Text über applaudissement verfasst. Zum Selbststudium bieten sich in München die Monacensia oder das Lyrik Kabinett an, wo alle Ausgaben der Zeitschrift vorrätig sind.

Nachdem ein Romanentwurf bei Testlesern zur Aufkündigung der Freundschaft führte, schreibe ich derzeit vor allem Gedichte. Über Alltägliches wie Liebe, Tod und Hexenschuss.rush5

Veröffentlicht habe ich aktuell eine Sammlung von Gedichten, die ich während eines dreiwöchigen Urlaubs schrieb, im Schrägverlag unter dem Titel „August fünfzehn“. Ansonsten Texte und Bilder im Hugo Ball Almanach, Cults of Life, Literatur in Bayern, Drecksack…

Online: Elwood

applaudissiment

    One Comment

  1. […] Autor, Verleger und Zeichner Bernhard Rusch, dessen Blog  paperwork eine Einblick gibt, dass sich bei ihm alles um’s BUch dreht, entführt uns mit James […]

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